Gedichte zum Hund 1

Die 10 Bitten eines hundes an den Menschen.

*

Mein Leben dauert 10 bis 15 Jahre. 

Jede Trennung von Dir wird für mich leiden bedeuten.

 Bedenke es, ehe Du mich anschaffst. 

Gib mir Zeit zu verstehen, was du von  mir verlangst.

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Pflanze Vertrauen in mich; ich lebe davon. 

Zürne mir nie lange und sperr` mich zur Strafe nicht ein.

 Du hast Deine Arbeit, Dein Vergnügen, Deine Freude. 

 - Ich habe nur Dich -

*

Sprich manchmal mit mir! 

Wenn ich auch deine Worte  nicht ganz verstehe,

so doch die Stimme, die sich an  mich wendet.

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Wisse, wie immer an mir gehandelt wird; ich vergesse  es nie.

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Bedenke ehe Du mich schlägst, das meine Kiefer 

mit  Leichtigkeit die Knöchelchen Deiner Hand

zu  zerquetschen vermögen – 

das ich aber keinen  Gebrauch davon mache.

*

Eh` Du mich bei der Arbeit unwillig schimpfst, 

bockig oder faul zu sein, bedenke, 

vielleicht plagt mich ein ungeeignetes Futter; 

vielleicht war ich zu lange der Sonne ausgesetzt 

oder habe  ein verbrauchtes Herz. 

Kümmere Dich um mich, wenn ich alt werde. 

Auch Du wirst einmal alt sein.  

 

*

Geh jeden schweren Gang mit mir. 

Sage nie: Ich kann so was nicht sehen, 

oder es soll in meiner Abwesenheit geschehen.

*

Alles ist leichter für mich, mit Dir.

Autor Unbekannt

Ein Treues Herz , ein treuer Blick,  

das gibts noch auf der Welt- 

  denn auch im Schmerz-  nicht nur im Glück 

ein Wesen zu Dir hält.      

In Freud und Leid, zu jeder Stund`,  

hält einer treu zu Dir :

  Dein Hund ! 

Er dankt für jedes kleine Stück  und blickt 

dich an beseelt. er spricht zu Dir mit seinem Blick, 

da ihm die Sprache fehlt. 

Erkenn` den Wert, bevor`s zu spät, 

sei gut zu deinem Tier-   

denn wenn Dein Hund einst von Dir geht, 

wer hält dann die Treue Dir !? 

 Autor Unbekannt

Freundliche Bitte !

 

Als junger deutscher Schäferhund 

komm ich zu Dir in´s Haus

zu gründen einen Freundschaftsbund 

jag mich nicht gleich hinaus.

           

  vom Vater und der Mutter her führe ich edles Blut

und will, wenn ich erwachsen bin 

beschützen Dein hab und gut.

           

  Ich will Dir treu zur Seite steh´n  

und komme was auch mag

an Deiner Seite will ich geh´n  

ist noch so schwarz der Tag.

             

  An eines denke, ich bitte Dich 

bei all` Deinen Sorgen und Tun

ich bin ein Tier und lebe für mich 

bin gegen die Zeit sehr immun.

                

  Ich kenn kein hasten nach Geld und Gut 

will keinen Ruhm, kein Ehr

nur Dich zu schützen hab ich den Mut 

und setz mich für Dich zur Wehr.

                  

  Drum sorge für mich, gib mir Speise und Trank 

und ein trockenes Plätzchen zum ruh`n

für ein liebes Wort meinen herzlichen Dank

mehr brauchst Du für mich nicht zu tun.

    

  Und dann noch eins, bitte schlage mich nicht 

ich folge auch ohne Stock und Geschrei

mit Geduld erzieh` mich zu meiner Pflicht 

du kannst nur gewinnen dabei.

Autor Unbekannt

Der Brief eines Welpen                           An Herrchen und Frauchen !

Heute bin ich gestorben. 

Ihr habt genug von mir gehabt.
Ihr habt mich in ein Tierheim gebracht. 

Es war überfüllt.
Wahrscheinlich bin ich unter einem unglücklichen Stern geboren.
Jetzt liege ich in einem schwarzen Plastiksack.
Mein Halsband, das zu klein war und auch schmutzig, hat die Frau,
die mich auf das ewige Jagdfeld geschickt hat, abgenommen.
Das und die kaum benutzte Leine, die Ihr hier gelassen habt,
wird ein anderer Welpe bekommen.
Hätte es sein können, dass ich immer noch bei Euch zu Hause wäre,
wenn ich den Schuh nicht zerkaut hätte ?
Ich wusste nur, dass es Leder ist, es lag vor mir auf dem Boden.
Ich wollte nur spielen. Ihr habt vergessen hundespielzeug zu kaufen.
Hätte es sein können, dass ich immer noch bei Euch zu Hause wäre,
wenn ich stubenrein gewesen wäre? Ihr habt meine Nase da reingedrückt.
Ich verstand es nicht. Es gibt doch Bücher und Schulen, wo man lernen kann,
wie man Welpen so etwas beibringt.
Hätte es sein können, dass ich immer noch bei Euch zu Hause wäre,
wenn ich keine Flöhe in die Wohnung geschleppt hätte?
Aber ohne Mittel kann ich sie nicht los werden.
Hätte es sein können, dass ich immer noch bei Euch zu Hause wäre,
wenn ich nicht gebellt hätte? Aber ich habe doch nur gesungen:
Ich bin da, ich bin da, ich bin erschrocken und so einsam.
Ich möchte Euer bester Freund werden.
Hätte es sein können, dass ich immer noch bei Euch zu Hause wäre,
wenn ich Euch erfreut hätte?
Aber wenn Ihr mich schlagt, wie kann ich Euch da erfreuen ?
Hätte es sein können, dass ich immer noch bei Euch zu Hause wäre,
wenn Ihr mich gelehrt hättet, mich richtig zu benehmen?
Nach der ersten Woche, habt Ihr keine Zeit mehr für mich gefunden.
Ich habe den ganzen Tag auf Euch gewartet. Heute bin ich gestorben.
Euer Welpe

   Autor Unbekannt