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Der letzte Gang
Bin ich dereinst gebrechlich und schwach
und quälende Pein hält mich
wach -
Was Du dann tun musst - tu es allein.
Die letzte Schlacht wird verloren sein,
das Du sehr traurig, verstehe
ich wohl.
Deine Hand vor Kummer nicht zögern soll.
An diesem Tag - mehr als jemals geschehen muss
Deine Freundschaft das
Schwerste bestehen.
Wir lebten in Jahren voll Glück. Furcht vor dem Muss?
Es gibt kein Zurück.
Du möchtest doch nicht, das ich leide dabei,
drum gib, wenn die Zeit
kommt, bitte mich frei
und Begleite mich dahin, wohin ich gehen muss.
Nur - bitte bleibe bei mir bis zum Schluss.
Und halte mich fest und red mir gut zu,
bis meine Augen kommen zur Ruh.
Mit der Zeit - ich bin sicher - wirst Du es wissen,
es war Deine Liebe,
die Du mir erwiesen.
Vertrauendes Wedeln ein letztes Mal, d
u hast mich befreit von Schmerzen
und Qual,
und gräme Dich nicht, wenn Du es einst bist -
der Herr dieser
schweren Entscheidung ist.
Wir waren beide so innig vereint.
Es soll nicht sein, dass Dein Herz um
mich weint.
Autor
Unbekannt

Hundeleute ...
sind
eine besondere Rasse, die weder vom VDH
noch von der F.C.I. anerkannt ist.
Glauben,
jeder hat Hundekörbe im Wohnzimmer.
Haben
ein unaufgeräumtes Haus,
aber ihre Zwinger sind topsauber.
Haben immer
einen Schaukatalog griffbereit.
Haben
Kinder, die mehr über Bienen und Blüten"
wissen, als mancher Erwachsene über 40.
Fahren
Kombis, Vans und Wohnmobile,
die hundegerecht ausgestattet sind.
Kann
man nie am Wochenende erreichen,
weil sie bei einer Hunde-Ausstellung sind.
Fahren
600 km, geben DM 200,-- für Benzin aus,
zahlen 150,-- für eine Übernachtung
und 100,-- für Verpflegung um einen
Pokal für 20,-- zu gewinnen.
Haben
Kinder, für die "bitch" ein ganz
normales Wort ist.
Haben saftige grüne Gärten, ohne eine Mark
für Dünger ausgegeben zu haben.
Stehen
um 5 Uhr auf, um um 10 Uhr gut
gekleidet am Ring zu sein,
haben aber Probleme, pünktlich und
ausgeschlafen zur Arbeit zu kommen.
Verkaufen
ihr teures Haus in der Stadt,
um in ein altes Bauernhaus auf
dem Land zu ziehen.
Verpassen
keinen Meldeschluss, aber zahlen
ihre Miete 10 Tage zu spät.
Telefonieren
stundenlang mit Hundeleuten
in einer Sprache, die normale Menschen
nicht verstehen.
haben
Eltern, die glauben,
sie hätten den Verstand verloren.

Gedanken
Ich kann
leider nichts sagen,
bin NUR ein Hund und werd gequält seit Tagen.
Wenn ich nur schreiben könnt, schrieb ich ein Gedicht
und hätt` dabei Tränen
im Gesicht.
Man sagt ich währ ein Kampfhund, dass ich gefährlich bin,
öffnet Eure
Augen ,-
schaut genauer hin!
Bin ich nicht nur ein Werkzeug,
von Menschen scharf gemacht, von diesen
skrupellosen,
die nicht nachgedacht?
Jetzt bin ich scharf und beiße auch,
doch so ein Hund wohl keiner brauch.
Man sagt, dass ich jetzt sterben muss,
mit diesem Wahnsinn sei jetzt
Schluss.
Bin ich doch nur das Werkzeug Euer,
gemacht von Euch zum Ungeheuer.
Doch wenn ich jetzt auch sterben muss,
durch Todesspritze oder Schuss,
geb` ich Euch Menschen einen Rat, -
ich bin ein Hund, ein Kamerad!
Lasst meinen Tod nicht sinnlos sein
und lasst die Hunde Hunde sein.
Das schrieb ein Hund, der Kampfhund ist und weíss -
dass manch ein Mensch nicht
besser ist.

An euch Menschen Teil II
Kann immer noch nicht sprechen,
bin immer noch ein Hund, werd immer noch gequält,
ich kenne nicht den Grund.
Ich schreibe hier an euch, es geht mir nicht sehr gut,
ich habe meine Tränen
ersetzt durch Hass und Wut.
Ein Hund, den skrupellose Menschen hetzen,
geprägt von Hass und Wut, wird
sicherlich verletzen,
er täte keinem gut.
Dann ist er wieder da, der scharfe böse Hund,
dann könnt ihr wieder töten,
dann habt ihr einen Grund.
Ich begreif euch Menschen nicht,
woher kommt der Drang zum töten? -
Und warum
trifft er mich?
Was ihr mir dann versetzt, ist nur ein kleiner Stich,
nun habe ich sie doch, -
die Tränen im Gesicht.
Meine Augen werden schwerer,
sie schließen sich dann ganz,
in meinem Hundekörper
beginnt der Todestanz.
Jetzt bin ich tot, mein Körper wird ganz kalt,
macht ihr denn zumindest vor
meinem Grabstein halt?
Da steht gemeißelt es ganz klein:
Lasst meinen Tod nicht sinnlos sein -
und lasst die Hunde Hunde sein!
Autor
Unbekannt
Herr, ich bin nur ein armer Kettenhund,
steh' nun vor dir, mein Hals ist wund.
Fast eingewachsen ist der Ring,
mit dem ich an der Kette hing.
Hab' Ohrenschmerzen,
bin fast blind
von Regen, Schnee und kaltem Wind,
von Rheuma steif sind meine Knochen,
bin fast auf meinem Bauch gekrochen
aus Angst vor meinem strengen Herrn;
denn mich zu streicheln, lag ihm fern,
hätt' gern gegeben alle Liebe,
erhalten hab' ich oft nur Hiebe,
nur so - weil gerad´ im Weg ich stand,
und hätt' so gern geleckt die Hand
für nur ein wenig Zärtlichkeit,
ein wenig Lob, wär' gern bereit
mein armes Leben hinzugeben
könnt' ich mein Aug' zu ihm erheben
und lesen dann in seinem Blick
ein wenig Liebe - doch dies Glück
beschieden hier war es mir nie,
war immer nur ein armes "Vieh".
Bin noch nicht alt nach Menschenjahren
und hab schon so viel Leid erfahren!
Doch steht einmal mein Herr vor dir,
dann bitt' ich dich, versprich es mir,
ich fleh' darum nicht ohne Grund,
schick ihn zurück als Kettenhund !
Autor unbekannt
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